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10. Juni 2026

Leistungsgesellschaft hatte ihre Daseinsberechtigung

In unserem aktuellen Gesellschaftssystem geht es im Grunde nur um eines: Ums Überleben.
Wenn man in der Kindheit keine bis wenig Bindung erfahren hat und dadurch keine Sicherheit im Inneren entstehen konnte, dreht sich alles im Leben nur darum, Sicherheit zu erschaffen.

Die ewige Suche nach Sicherheit im Außen, weil im Inneren keine Sicherheit zu spüren ist.
Der Überlebenswille ist die antreibende Kraft.

Diese Suche nach Sicherheit im Außen hat unsere Leistungsgesellschaft und damit all das hervorgebracht, was heute ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens ist: Technologie, Wissenschaft, Geld, Kommunikationsmöglichkeiten, unseren Lebensstandard...

Die Leistungsgesellschaft hatte ihre Daseinsberechtigung - denn nur so konnte unser heutiger Lebensstandard entstehen. Und auch Bindungstrauma hat ihre Daseinsberechtigung - denn nur so konnten wir in diesem Leistungssystem überleben und diese technologische und wissenschaftliche Entwicklung meistern.

Der Widerstand, den viele spüren, zeigt, dass ein Ungleichgewicht entstanden ist und es jetzt an der Zeit ist, den nächsten Schritt in der menschlichen Evolution zu gehen, zu mehr Bewusstsein.

Logischerweise gehen wir mit diesem inneren Widerstand um, wie in der Leistungsgesellschaft gelernt:
Ignorieren & weitermachen oder rebellieren & dagegen kämpfen. Es ist okay. Ich bin diesen Weg auch gegangen. Nur irgendwann dürfen wir erkennen, dass beides nichts bringt. Beide Vorgehensweisen haben ihren Ursprung im Leistungssystem und halten das Leistungssystem weiterhin am Laufen.

Was haben beide Vorgehensweisen gemeinsam? Sie finden im Außen statt. Das Leistungssystem ist aber kein mysteriöses Monster im Außen, das wir bekämpfen können –

WIR sind das Leistungssystem, jede/r einzelne von uns!

In Wahrheit kämpfen wir gegen uns selbst und gegeneinander.

Die Lösung liegt im Inneren, in unserem Körper, in uns selbst. Der Weg führt nach Innen, zum Ursprung von unseren Gedanken, Gefühlen & Handlungen. Ja, da will niemand hin! Und es ist verständlich, denn es ist verdammt anstrengend, herausfordernd und auch schmerzhaft.

Traumaverarbeitung ist anstrengend, herausfordernd und schmerzhaft, denn so hat es sich für dich als kleines Kind angefühlt, als du dich selbst verraten, verbiegen und in dieses Traumafolgen-System zwängen musstest, um zu überleben. Aber wenn du das als Kind geschafft hast, dann schaffst du als Erwachsener auch wieder daraus! Diese schmerzhaften Gefühle können dir nicht schaden, denn sie sind ja bereits ein Teil von dir. Und heute haben wir so viele Möglichkeiten & Wissen darüber, wie noch nie zuvor.

Statt dagegen zu kämpfen & zu rebellieren, nutzen wir doch all das, was die Leistungsgesellschaft hervorgebracht hat, als Fundament und gehen den nächsten Schritt: Finden wieder die Verbindung zu uns selbst, zu unserem echten und lebendigen Sein, um so ein Gleichgewicht zu schaffen in uns selbst und in unserem Leben!

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